re.play – Chip und Chap

Chip und Chap

Persönliches

Unter den Disney-Lizenz-Spielen war Chip und Chap das Zweite, das sich in meiner NES-Sammlung wiederfand – nach Duck Tales. Und natürlich war auch dieses Spiel von Capcom. Im Gegensatz zu den anderen Disney-Titeln erlaubte es allerdings auch ein simultanes Zwei-Spieler-Erlebnis, welches ich allerdings nicht allzu oft genutzt habe – denn man kann sich dabei wunderbar gegenseitig im Wege stehen. Gespielt habe ich es hingegen häufig, weil man mit wenig Zeiteinsatz weit gekommen ist.

Chip und Chap: Startbildschirm
Chip und Chap: Der Startbildschirm

Spielgeschichte

Trixi (Gadget) wurde entführt. Glaube ich zumindest. Es gibt zwar eine Anfangsszene die das erklärt, ebenso wie eine Szene so grob in der Mitte, die zeigt dass wir sie gefunden haben, und am Ende nochmal den Verweis darauf, dass wir sie mal gesucht haben. Allerdings kommt dieser Handlungsstrang nicht so direkt im Spiel an, da man Trixi als Figur im eigentlichen Spielverlauf nie begegnet. Die Aneinanderreihung von 11 Leveln, von denen 2 ausgelassen werden können, ergibt sich eher aus der Anordnung auf der Landkarte, weniger durch logische Stringenz. Am Ende wartet mit Al Katzone (Fat Cat) ein sprichwörtlich großer, allerdings auch leicht immobiler Gegner auf uns hinter seinem Schreibtisch.

Chip und Chap: Levelauswahl
Chip und Chap: Die Levelauswahl

Gameplay

Chip und Chap ist als klassisches Jump’n’Run aufgebaut, „schießen“ kann man in Form von Holzkisten, die vollkommen Parabel-unförmig geradlinig über den Bildschirm geworfen werden können. Munition findet sich im Level reichlich, und das Aufheben lohnt sich für verschiedene Items zuweilen. Sterne und Blumen bringen nach genügender Anzahl Extraleben, eine Power-Flasche lässt einen gewichtige Gegenstände tragen, ohne dass die Sprunghöhe leidet. Wirklich notwendig ist für das Fortkommen eher nichts davon, einen Highscore oder auch nur einen Vergleich der beiden Spieler – sollte man zu zweit spielen – gibt es nicht.

Chip und Chap: Spielzeugladen
Chip und Chap: Randale im Spielzeugladen

Das Leveldesign ist optisch relativ abwechslungsreich und ermöglicht auf einem Bildschirm oft mehr als einen Weg zum Ziel. Die generelle Geradlinigkeit allerdings bleibt, und es gibt diverse Stellen, die keinerlei Anforderungen an den Spieler stellen, sondern eher dem Padding in einem relativ kurze gehaltenen Spiel zu dienen scheinen.

Grafik und Sound

Die Winzigkeit der Protagonisten wird durch die Grafik adäquat eingefangen – Chip und Chap sind wirklich klein in einer Welt aus großen Gegenständen und großer Gegner. Leveldetails sind gut abgebildet, die Hintergründe hingegen wirken oft leer. Die Musik bildet die Titelmelodie gut ab, und auch die Tracks in den Leveln mit leicht jazziger Note wissen zu gefallen, auch wenn der Wiedererkennungswert nicht mit bekannteren Titeln wie Duck Tales konkurrieren kann.

Chip und Chap: Casino
Chip und Chap: Eidechsen im Casino?

Anspruch

Nunja – es ist ein Disney-Spiel mit sehr junger Zielgruppe, insofern sollte man hier keinen Dark-Souls-artigen Schwierigkeitsgrad erwarten. Unter den NES-Disney-Titeln dürfte es sogar mit das einfachste Spiel sein. Alle Bewegungsmuster der Gegner sind einfach vorhersehbar, die Herausforderung stellt sich nur an wenigen Stellen durch die beschränkte Anzahl an Treffern, die man einstecken kann.

Das ist ein Fall für – Euch, zum Anschauen der ersten Folge: