re.play – Elite Plus

Persönliches

Elite (Plus) war das bis jetzt schwerste re.play für mich. Nicht weil Elite ein schlechtes Spiel ist, nein, bei weitem nicht. Ich hatte Elite für eines der wichtigsten Spiele der frühen ’80ger Jahr und es hat so viele Konventionen eingeführt, die wir noch heute in sehr vielen Spielen wiederfinden. Ich bin aber nicht mehr richtig damit warm geworden. Es liegt vielleicht an der Steuerung, vielleicht auch daran, dass ich viele Spielelemente jetzt schon zum 15 oder 20 mal mache und langsam derer überdrüssig werde.

Mein erster Kontakt mit Elite, war damals auf dem Amiga, nein, nicht ganz. Ich hatte es mal auf dem C64, konnte aber mit der Präsentation nicht anfangen und habe es dann erst Jahre später auf dem Amiga richtig kennen gelernt. Wie üblich, nicht alleine sondern mit einem Freund. Wir haben uns immer  abgewechselt. Ich als Kapitän, der die Befehle erteilt, er als erster Offizier, der die Befehle ausführt. So konnte ich geschickt überspielen, die Steuerung überhaupt nicht beherrschen zu können. Rohstoffe kaufen, Waffen aufrüsten und neue Routen festlegen war dann meine Aufgabe. Wir hatten viele viele Stunden Spaß mit dem Spiel. Unterbrochen meist nur von einer langen Reise, die jäh damit Endete an einer Raumstation zerschellt zu sein oder der Aufforderung der Eltern: „Geht doch mal etwas draußen spielen! Es ist so schönes Wetter“. Also zogen wir genervt in den Garten und planten dort die nächsten Routen und unsere nächsten Schritte… Nerds halt.

Grafik

Das Original für den IBM PC
Das Remake – Elite Plus für den IBM PC

Die Farbtiefe ist natürlich das offensichtlichste Plus für die Plus Version. Spielerisch hatte ich nicht das Gefühl, dass sich etwas verändert hat. Es soll sich eine zusätzliche Galaxis in der Plusversion befinden.

Sound

Kaum Musik (nur im Intro und bei der Auto-Landung), der Sound ist absichtlich (?) sparsam gehalten. Im Weltraum hört dich niemand Schreien. Viel mehr gibt es darüber auch nicht zu schreiben.

Gameplay

Für mich – und ich denke auch für viele andere – die erste Open-World-Simulation mit der wir in Kontakt gekommen sind. Vielleicht sogar die Erste überhaupt?

Es werden mit hier keine linearen Level vorgegeben, auch  keine Punkte die ich erreichen muss oder Schlüssel die ich finden muss. Nebulös gibt es das Ziel den Elite Rang zu erklimmen, aber man wird nie mit der Nase darauf gestoßen. Eher wird man in das kalte Wasser geschubst und muss erstmal schauen was man eigentlich alles machen kann. Wie kann ich Geld verdienen? Was für Regeln gibt es eigentlich in diesem Spiel – respektiv in diesem System? Schnell staunt man ob der Möglichkeiten, Händler, Pirat, Kopfgeldjäger oder Erz-Miener werden zu können. Am Anfang liegt der Handel recht nahe, aber mit einigen Schiff-Updates und einigen Credits auf der „hohen Kannte“ stehen einem viele Möglichkeiten offen. Zumindest für damalige Verhältnisse, heute ist die Rezeptur von Open-World-Spielen schon so oft verfeinert worden, dass einem dieser Möglichkeiten nicht mehr so erschöpfend vorkommen mögen. Damals glaubte man einem stände das ganze Universum offen und genau so würde die Zukunft aussehen.

 

Wer jetzt noch lust hat, kann gern in das kurze re.play oder etwas längere Abschlussgespräch hereinschauen:

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