re.play – Wetlands

Persönliches

Im gleichen Jahr erschienen wie Kevin Costerns Waterworld, bedient sich das Spiel Wetlands nur an dem Setting. Ich hatte – auf Grund der tollen Zwischensequenzen – immer auf eine tolle Story gehofft – wie viele bei dem Film wohl auch 😉 – wurde aber nicht wirklich schlau aus dem was da passiert.

Ich fand die Grafik – 3D-Gerenderte Szenen und gezeichnete Charaktere – immer sehr ansprechen und mich störte das Unterwasser-Setting auch nicht wirklich. Leider flaut das Gameplay extrem ab. Wo man von den Zwischensequenzen motiviert wird, bekommt man in den Railshooter-Gameplay-Spielabschnitten schnell einen 200 Puls und möchte in die Tastatur beißen. Heute wie Damals.

Grafik

Zwischensequenz – Der Protagonist
Railshooter – Gameplay

Wie gerade schon angedeutet, wurde hier viel das 3D-Studio belangt um hier die – stellenweise wirklich netten – Grafiken zu erzeugen. Auch die gezeichneten Inhalte können überzeugen.

Durch die Kombination von Render und Zeichnung mag ich diese Art von FMV – Full Motion Video – lieber ansehen wie schlecht „gekeyte“ Green/Blue-Screen Schauspieler. Auch die üblichen Kompressionsartefakte – diese „Blöckchenbildung“ in Videos – fallen hier nicht so sehr auf. Die Animationen sind flüssig und gut anzusehen – wie ich finde.

Sound

Unterstreich die Szenen und passt zum ganzen Thema sehr gut. Leider wiederholt er sich in den Spielabschnitten sehr häufig. Die Musik ist passender Rock-Sound, aber nichts was einem im Ohr bleiben würde.

Gameplay

Der gerade beschriebene Sound wieder holt sich nicht nur, weil man Platz sparen wollte auf der CD, sondern weil auch die Gameplayelemente sich sehr stark wiederholen. Klar, es ist ein Railshooter, aber man hätte doch etwas mit anderen Waffen oder Bonusgegenständen machen können. So ist das Gameplay sehr eintönig und leider auch sehr, sehr schwer.

Der knackige Schwierigkeitsgrad aber nicht – wie man vermuten mag – durch mehr oder schwere Gegner, sondern ist konstant durch die sehr schlechte und unpräzise Steuerung dem gesammten Gameplay unterlegt. Dazu kommen Stellen wo unter Zeitdruck etwas zerstört werden muss oder aber eine Weg aus einem Labyrinth gesucht werde muss. Es fehlt aber ein hilfreicher Hinweiß wie ich das zu erledigen kann. So bleibt meist nur raten was der Lehrer… äh Programmier sich hierbei gedacht hat.

Wer jetzt aber irgendwie doch neugierig geworden ist, dem würde ich erstmal mein re.play ans Herz legen, bevor eures einen Infarkt bekommt

re.play – Star Control II

re.play – Star Control II

Persönliches

StarCon hatte ich selbst nicht. Es hieß auch immer nur StarCon bei uns. Es hatte eh fast niemand den ersten Teil gespielt. Ich selbst war hier eigentlich immer mehr der „ÜberDieSchulterSchauer“. Erst als wir dann das SuperMelee entdeckt haben war ich Feuer und Flamme. Da wurden (natürlich nur regnerische) Samstagnachmittag im Wettstreit verbracht. Immer über die blockierte Tastatur fluchend. Den Story-Modus habe ich erst Jahre später probiert.

Grafik

Schlicht in 2D gehalten aber eigentlich fantasievoll und farbenfroh. Viel mehr gibt es darüber nicht zu sagen. Schaut euch ein paar Screenshots an:

Dialog mit Aliens – Quelle: www.mobygames.com

 

Reisen im All – Quelle: www.mobygames.com
Der Kampf – Quelle: www.mobygames.com

Sound

Hier gibt es von mir einen „dicken“ Pluspunkt. Die Musik trägt für mich – auch heute noch – sehr stark zur Stimmung bei. Mehr als die Grafik und verdient ein extra Lob. Die Sounds im Spiel sind passen, bei den Alienrassen sind diese auch sehr charakteristisch für die einzelnen Rassen.

Gameplay

Das Gameplay ist für mich eine Mischung aus Rollenspiel/Adventure Elementen und einem Shooter. Hier war es mir eigentlich recht selten Langweilig, wobei das Planten nach Ressourcen abgrasen schon langweilig werden kann, aber es gibt auch hier viel zu entdecken (wenn auch nicht unbedingt viel auf den Planten).

Wer sich da ganze – Inklusiver Multiplayer-Schlacht – anschauen möchte klickt hier:

Teil 2 – Led Backlight für den Gameboy + Bivert Chip Einbau

Teil 2

 

Led – Backlight und Bivert Chip (umgekehrtes Negativbild)

Dies ist erstmal die letzte Umbaustufe der beiden anderen Gameboys. Der Bivertchip kam bei beiden erst nachträglich rein, da ich mir nicht sicher war wie riskant die Installation ist. Die Anleitung ist für eine fertige Bivertplatine. Diese Chips kann man auch ohne Platine erwerben. Der Einbau ist dementsprechend etwas aufwändiger.

Der nicht eingefärbte wurde zuerst umgebaut und bekam auch neue Tasten (schwarz). Die waren beim neuen Gehäuse schon enthalten.

 

komplett umgebaut. Backlight + Bivert

Diesen Gameboy habe ich nur für meine Mutter umgebaut, da sie oft und gerne Tetris spielt. Jetzt wollte ich auch so einen und habe zusätzlich die Bivert Module geordert.

Bivert-Platine
Platine mit Hex-Chip (Bivert Modul)

Werkzeuge

  • Tri Wing + Kreuzschlitz-Schraubenzieher
  • Lötkolben
  • Dünnes Messer (z.B. Skalpell, Kartonmesser oder sehr dünnen Flachkopf-Schraubenzieher)
  • Optional Druckluft, Pinsel, Brillenputztücher….

Zuerst wird der Gameboy auseinander genommen.

Das Flachbandkabel von der unteren zur oberen Platine kann herausgezogen werden. Dazu etwas abwechselnd an den Seiten ziehen, bis es langsam herauskommt. Bitte vorsichtig sein!

Gameboy geöffnet
An dem braunen Displayflachbandkabel sind zwei kleine Schrauben. Die sollten entfernt werden.

Jetzt muss man Geduld beweisen.

Die originale Polarisationsfolie muss nämlich entfernt werden. Dazu das Display leicht anheben (Vorsicht mit dem Flachbandkabel!). An dem braunen Displayflachbandkabel sind zwei kleine Schrauben. Die sollten entfernt werden!

Mit einem Messer die Folie etwas lösen und dann mit der Hand Stück für Stück abziehen. Es geht nicht gerade leicht und dauert auch seine Zeit. Dabei immer darauf achten, dass man das Flachbandkabel nicht abknickt. Wenn man Glück hat, sind danach keine Klebereste unter dem Display. Trotzdem sollte man sehr gründlich reinigen! Bei mir ist beim Einbau zweimal Staub hinter das Display gekommen. Aufpassen spart Zeit! Ich war da mit Q-Tips Brillenputztüchern und Spüli dran.

DMG Display img_20160709_152510img_20160709_153542

Hinweis!

Auf den Bildern ist die Folie so gedreht, dass der Hintergrund grünlich aussieht. Das ist die Polarisation, wenn ein Backlight ohne Bivert-Chip verbaut wird. Dreht man die Folie trotzdem um, wird der Hintergrund Dunkelblau und die Spiele werden mit einem Negativbild dargestellt. Das kann man natürlich auch machen.

Nächster Schritt

Stromversorgung

Als geeigneter Punkt werden immer die beiden Lötpunkte über diesem großen Kondensator genannt. Bei diesem Display war ein kleiner Widerstand dabei. Die Kabel habe ich zusätzlich mit etwas Heißkleber fixiert.

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Danach schiebt man das Backlight und die neue Polarisationsfolie unter das Display. Wenn man keinen Bivert-Mod machen möchte, muss das Display die originale Farbe haben. Bei Bivert dreht man die Folie bis der Bildschirm dunkel aussieht.

Folie für Bivert gedreht

 

Bivert

Der Hex-inverter, so nennt man es, dreht ein mit gedrehter Folie invertiertes Bild wieder zurück. Das verbessert den Kontrast beträchtlich.

Ohne Bivert-Mod
Bivert
Mit Bivert-Mod
Vergleich Bivert
Die drei Versionen im Vergleich

Nur mit Backlight alleine ist das Bild etwas heller als bei einem Bivert Mod.

Einbau der Bivertplatine

Zum Einbau des Bivert-Moduls muss man von oben gesehen die Pins 6 und 7 am Display-Connector entlöten. Hier den Lötkolben aufhalten. Wenn man nur einen einfachen Lötkolben hat, kann man gleichzeitig probieren ein dünnes Messer drunter zu schieben. Wenn der Lötzinn flüssig wird, kann man die Pins sehr leicht hoch biegen.

Bivert 1
Bivert 1
Bivert 2
Bivert 2

Danach die Platine an den drei Öffnungen verlöten und beide Pins auflegen und festlöten. Das rote GND-Kabel muss dann nur noch angeschlossen werden.

Ergebnis
Fertig

 

re.write – Den alten Gameboy wieder fit machen

Gameboy Classic DMG-01

Teil-1

 Gameboy DMG-01

Er ist seit 1989 erhältlich. Seit 1990 im europäischem Raum und von Nintendo schon so konstruiert, dass man ziemlich rabiat mit ihm umgehen konnte.

Technische Daten: https://de.wikipedia.org/wiki/Game_Boy

Der Gameboy Classic ist schon in die Jahre gekommen und hat manchmal ganz bestimmte Wehwehchen.

Häufig ist das Gehäuse vergilbt, der Displayschutz verkratzt, der Lautsprecher ist tot oder die Tasten funktionieren nicht mehr richtig. Ganz „böse“ 😉 sind die sogenannten Deadlines.

Dies sind in der Tat aber keine schlimmen „Defekte“

Meinen Gameboy von damals habe ich gesäubert und musste ihn zum Teil reparieren. Er blieb aber im Originalzustand. Er ist etwa seit 1990-91 in meinem Besitz. Es existieren bei uns noch weitere vier. Zwei dieser Gameboys werden im Teil 2 etwas aufgemöbelt.

Auflistung & Beschreibung der Arbeiten

Nach Schwierigkeitsgrad aufgelistete Defekte, die mir so unterkamen inklusive ca. Preise wenn man in Deutschland kauft.

1-4 Neues Gehäuse = Selbstläufer inklusive Gummis, Tasten und Displayschutz ~13€

2 Kontakte unter den Tasten schmutzig = ~0€

3 Neue Druckpunktgummis = ~2€ + 1,5€ für Start, Select

4 Displayscheibe = ~3€ Plastik oder 6€ Glas

5 Neuer Lautsprecher ~3€ = Muss angelötet werden

6 Deadlines = Feinarbeit mit dem Lötkolben (hört sich schlimmer an als es ist)

Benötigt werden für Teil 1 ein Tri-Wing Schraubenzieher, einfacher Lötkolben und feine Kreuzschlitzschraubenzieher.

Optional einen feinen Kamelhaarpinsel oder ähnliches und Brillenputztücher.

Tri-Wing
Tri-Wing

Das Gehäuse

Ich habe von 2 verschiedenen ausländischen Anbietern transparente Gehäuse geordert. Tasten und Gummis werden manchmal mitgeliefert.

img_20160924_113012 img_20160924_112951 GB Trio

Alle hatten die originalen Merkmale, aber ein paar Mängel! Es ist möglich, dass nicht bei allen Läden diese Mängel auftreten. Aber nun zu meinen Problemen.

Äußerlich = Alles gut bis auf ein paar sehr minimale optische Mängel. Innen = Naja! Die Abmessungen sind nicht ganz wie beim Original gewesen. Die Tasten sind zu weit im Gehäuse und die Batterien berühren die Kontakte nicht. Man musste also etwas schleifen!

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Auf beiden Seiten musste der Dremel ran!

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Schwergängige/defekte Tasten? Nicht verzweifeln!

Im Normalfall können einfach nur die Kontakte dreckig sein, oder die Druckpunkt-Gummis sind gerissen. Kontakte auf dem Board und die Gummis sehr gut abwischen! Danach sollte es sich wie neu anfühlen, wenn man zusätzlich für wenige € neue Gummis gekauft hat, was man bei dem Alter eigentlich mit machen kann.

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Kontakte

Displayschutz verkratzt?

Alte Scheibe, wenn noch nicht herausgefallen, einfach ‚rausdrücken und neue einkleben. Die Scheiben gibt es häufig bei ebay und in bestimmten Shops. Möchte man etwas Höherwertiges, bekommt man diese auch aus echtem Glas, wie bei meinem blauen zu sehen.

Ausführung – Play it Loud (gab es original)

Material – Glas

Farbe – Schwarz

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von handheldlegend.com

Vor dem Zusammenbau darauf achten, dass der Staub zwischen Display und Schutzscheibe penibel beseitigt wird. Fingerabdrücke auf der Rückseite sollten auch vor dem Zusammenbau beseitigt werden. Also gründlich kontrollieren.

Deadlines (Vertikal fehlende Pixelreihen)

DMG Deadlines
Das Braune Kabel muss erhitzt werden. Hier links Außen

In vielen Fällen haben sich nur die Kontakte des Flachbandkabels, welches direkt auf dem LCD aufliegt, etwas gelöst. Es ist nicht sichtbar, kann aber mit einem normalen Lötkolben beseitigt werden. Dazu muss der Lötkolben nur vorsichtig über das Flachbandkabel gestrichen werden, bis die Linien wieder erscheinen. Es sind in etwa die Bereiche auf dem Kabel, welche auf dem LCD auch nicht funktionieren.

Manchmal erscheinen die fehlenden Linien ein paar Sekunden nachdem es sich etwas abgekühlt hat.

Vorsicht! Bei starken Lötkolben die Temperatur etwas runterdrehen und generell nicht zu lange an einer Stelle bleiben. Das Kabel schmilzt zwar nicht, aber für Schäden übernehme ich keine Verantwortung. Aber ich kann sagen, dass dieses Kabel einiges verkraftet!

 

In Teil Zwei wird es etwas anspruchsvoller. Der Einbau und Erklärung eines LED Backlight + Bivert Chip