re.play – Aces of the Pacific

Aces of the Pacific

Persönliches

Aces of the Pacific ist eine von Dynamix entwickelte Simualtion. Gepublished wurde das ganze von Sierra, da Dynamix zur “Sierra Family” gehörte.
Dies war für mich das erste gekaufte PC Spiel. Ich hatte damals meinen 386 SX mit 25 Mhz bekommen. Nach vielen Heftdisketten und äh “geliehenen” Spielen, hatte ich hier mein erstes eigenes Spiel in der Hand. Naja, nur zu 50%, denn ich hatte es zusammen mit einem Freund gekauft. Habe ich damals ab und an mal gemacht. Wir haben dann immer “geteilt”. Ich bekam die Disketten und Box (weil ich öfters mal neuinstalliert habe), er das Handbuch. Natürlich haben wir dann auch mal getauscht. Dazu kommt das wir damals sehr im “Black Sheep Squadron Fieber”. Haben mit DDR-Lego-Modellen Szenen nachgespielt.

Nunja, lange Rede kurzer Sinn: Ich (wir) war(en) super Gehyped! Hatte den Test in der Powerplay 100 Mal gelesen. Konnte es dann gar nicht erwarten bis meine Mutter es endlich bei Vial geordert hatte und es auch verfügbar war.

Setting

Aces of the Pacific spielt im Pacifikraum während des zweiten Weltkriegs. Hier kann man sich nun entscheiden, ob man erst einmal ein paar Übungmissionen machen möchte, oder aber auf welcher Seite (USA oder Japan) man zu bei welchen Teilstreitkräften (Airforce, Navy) in der Kampange man dienen möchte. Auch hat man im Hauptmenü noch die Möglichkeit Optionen einzustellen oder aber Aufzeichnungen aus alten Missionsmitschnitten in einer Art interaktiven Kino anzusehen. Es gibt leider keinen Multiplayer, aber das war damals auch noch nicht so sehr in Mode.

Spielumfang

Das Herzstück ist jedoch die Kampagne, diese mischt zufällige und feste Missionen mit einander. Diese festen “Historischen Missionen” stellen meist (immer?) einen “Eckpunkt” im geschichtlichen Hintergrund da. Ich möchte an dieser Stelle auch noch mal auf das super Handbuch hinweisen, in dem ein viertel sich mit den historischen Ereignissen des Krieges beschäftigen. Das hat mir damals zu einer Eins in Geschichte verholfen. Auch werden hier beide Seiten beleuchtet, und ich hatte nie das Gefühl, dass hier geurteilt wird.
Es gibt etwa eine Handvoll Missionen, wie etwa Bomberbegleiten, Boote oder Flugfelder zerstören oder dass eigene verteidigen. Insgesamt könnte es für meinen Geschmack etwas mehr Abwechslung geben, aber durch die immer anderen Parameter, Anzahl der Feinde, Wegpunkte, Wetterbedingungen, Flügelmänner, Maschinen und viele mehr, macht jede Mission doch einzigartig und spannend.

Als Belohnung winken dann Beförderungen und Ordern. Das Erster ermöglicht einem dann später seinen eigenen Flügel zu befehligen und auch die Waffenzuladung und Formation zu bestimmen. Leider nicht wählbar sind die Flügelmänner, da muss man nehmen was man bekommt.

Die Spielabschnitte sind in Kampangen gestaffelt und werden immer mit einer kleinen Erklärung und einem Debrifing an einander geknüpft. Nicht simuliert wird ein dynamischer Krieg. Es ist also nicht möglich als Japaner den Krieg zu gewinnen.

Simulation

Die Simulation ist für damals komplex, es werden natürlich unterschiedliche Flugzeuge (F4U, P38, Zero, Kate, ect.) simuliert, diese verhalten sich auch wirklich anders. Das Flugverhalten, ändern sich auch mit der Art der Bewaffnung und der Zuladung an Treibstoff. Auch werden unterschiedliche Beschädigungsstufen des eigenen Flugzeugs simuliert.

Man fliegt immer in einem Flüge (außer bei einigen historischen Missionen), die Begleiter KI ist okay. Man muss aber schon aufpassen, dass sie einen beim Abdrehen oder in der Hitze des Gefechts nicht rammen oder abschießen, oder aber auch in die Schusslinie fliegen. Die Kollegen können aufsteigen und besser werden, somit wird dann auch die Staffel ansich besser. Besonders cool fand ich damals, dass man auch mit den Assen in einer Staffel fliegen konnte, z.B. auch mit Bekannten aus der oben genanten TV-Serie. Die Asse sind dann wirklich sehr gut, aber auch der Gegner kann welche in der Luft haben. Der Abschuss eines Asses wird dann mit einer kleinen Einblendung honoriert. Es war damals wirklich das größte ein feindliches Ass abgeschossen zu haben. Da gingen dann legendäre Geschichten über den Schulhof, hier konnte man dann als Beweis, den Mitschnitt des Gefechts auf Diskette sichern und den Freund weitergeben.

Grafik und Sound

Durch meine Nostalgiebrille: Super. Ich blende ein paar Screenshots von Moby ein. Diese besteht hauptsächlich Polygon und kaum Bitmaps, ab und an gibt es kleine Videoschnipsel, bei einer Beförderung zum Beispiel.


Flugzeit, diese Ansicht hat man die meiste Zeit vor der Nase.


Außenansicht, detaillierter wird’s nicht.

Der Sound ist okay, für Soundblaster Unterstützung wäre aber mehr drin gewesen. Fast jedes Flugzeug klingt gleich, egal ob man einen oder zwei Motoren unter dem Flügel hat. Auch die Waffen klingen nicht sonderlich unterschiedlich. Es ist zweckmäßig und passend, die Menümusik ist super, was aber eher meiner Nostalgiebrille zuzuschreiben ist. Ich denke jeder andere würde sie auch okay finden.

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